CD - Hörprobe

CD-Cover3 CD-Cover2
CD bestellen mit Klick auf Bild.

CD Sound of Eternity

Sound of Eternity - Sakrale Musik des Mittelalters

Werke von Leonin und Perotin von Notre Dame, Hildegard von Bingen, Guillaume Dufay, Gregorianischer und Altrömischer Choral

Ensemble Vox Gotica
Leitung: Daniel Schmidt

Das Wiener Ensemble Vox Gotica bietet einen Querschnitt durch fast 1000 Jahre Sakralmusik. Der Choralgesang als gesungenes Gebet steht dabei im Zentrum, allerdings nicht nur in seiner gregorianischen „Reinform". Seinen Wurzeln im byzantinischen Gesang der Ostkirche, die im altrömischen Choral als Vorläufer der Gregorianik noch lebendig sind, wird ebenso nachgespürt wie seiner Weiterentwicklung im Hoch- und Spätmittelalter etwa durch die heilige Hildegard von Bingen, sowie seinen Nachwirkungen in der faszinierenden Welt der gotischen Polyphonie, vertreten durch Kompositionen der Meister Leonin und Perotin, die den mehrstimmigen Sakralgesang im 12. Jahrhundert an der Kathedrale von Notre-Dame in Paris zu einer ersten Hochblüte brachten, bis hin zu Werken von Guillaume Dufay, der als früher Vertreter der frankoflämischen Schule am Übergang zwischen Gotik und Renaissance steht.

CD-Cover3

Einzigartig an dieser Produktion ist die jeweils direkte Gegenüberstellung zweier Choralgesänge (Graduale und Alleluia der Ostermesse) in ihrer altrömischen, gregorianischen, „leoninischen" und „perotinischen" Form. Anhand der verschiedenen Klangwerdungen desselben göttlichen Wortes kommen einerseits die gewaltigen geistesgeschichtlichen Umbrüche des Mittelalters zum Vorschein, andererseits das bei all dem Wandel Gleichbleibende: die in all den zeitbedingt verschiedenen Gestaltungen wiederkehrenden „Urzellen", wortmelodischen Typusmelodien, die mit dem Wort Gottes in untrennbarer Symbiose vereint sind, gerade weil sie nicht „komponiert" wurden, sondern in der unmittelbaren Kontemplation des Wortes entstanden sind, wie sie im frühen Mönchtum gelebt wurde: in der Berührung des Betenden durch den Logos.

Die Interpretation des jungen Ensembles – einer der profiliertesten Klangkörper für gotische Sakralmusik im deutschen Sprachraum – ist einerseits erfrischend musikantisch, andererseits lässt die feingliedrige Ausführung der Ornamentik auf intensives Quellenstudium schließen.

Die Gesamtspieldauer beträgt 72 Minuten, ein aufwendig und informativ gestaltetes Booklet mit 28 Seiten in deutscher und englischer Sprache liegt bei.

Trackliste:

  1. Ave Maris Stella (gregorianisch)
  2. Kyrie (Hildegard von Bingen)
  3. Kyrie (Guillaume Dufay, Missa sine nomine)
  4. Graduale Haec Dies (altrömisch)
  5. Graduale Haec Dies (gregorianisch)
  6. Graduale Haec Dies (Leonin)
  7. Graduale Haec Dies (Perotin)
  8.  Alleluia Pascha Nostrum (altrömisch)
  9. Alleluia Pascha Nostrum (gregorianisch)
  10. Alleluia Pascha Nostrum (Perotin)
  11. Ave Maria (gregorianisch)
  12. Sanctus (Guillaume Dufay, Missa sine nomine)
  13. Benedictus (Guillaume Dufay, Missa sine nomine)
  14. O Vis Aeternitatis (Hildegard von Bingen)
  15. Agnus Dei (Guillaume Dufay, Missa sine nomine)
  16. Salve Regina (Hermann Contractus von Reichenau)